Tausende Silbermünzen in Finnland gefunden
Rekordverdächtiger Wikingerschatz in Finnland entdeckt. Der Hobby-Schatzsucher Kalle Lappinen hat in Finnland einen Schatz mit Tausenden von Silbermünzen gefunden. Es handelt sich um den größten jemals in Finnland entdeckten Wikingerschatz.
Der über vier Kilogramm schwere Schatz enthält Münzen aus Schweden, England und Deutschland sowie die arabische Währung Dirham. Bild: Lahden Museum.
Kalle Lappinen fand den Schatz in der Nähe des Dorfes Sysma, das als Kirche bekannt ist. In derselben Gegend wurden bereits Siedlungsspuren aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit gefunden.
Der Schatz besteht aus Silbermünzen, einem Silberarmband und einer Silberperle.
Das Silberbesteck war in einer Tiefe von etwa 45 Zentimetern vergraben. Das Gesamtgewicht des Geldes beträgt etwa 2 Kilogramm. Das genaue Gewicht und die genaue Menge werden nach weiteren Untersuchungen bekannt sein.
Die bisher größten bekannten Geldschätze aus der Wikingerzeit in Finnland stammen aus dem Jahr 1895 und wurden in Nousia gefunden. Der Fund wog etwa 1 Kilogramm und enthielt rund 1.700 Münzen und andere Objekte.
Lappinen hat bereits zuvor Silberschätze entdeckt; 2017 fand er etwa 30 arabische und byzantinische Silbermünzen, eine Silberschnalle, vier Silberringe, zwei Bronzespiralen und eine Silberspirale.

Foto: Mika Mokku – Yle, Kalle Lappinen
Der Sondengänger traute seinen Augen nicht, als er Dutzende Silbermünzen und Schmuckstücke am Grund der Lehmgrube entdeckte. Er stand mitten in der jahrhundertealten Eiszone von Sysma, die seit Jahrzehnten erforscht wird. Und doch schlug sein Metalldetektor bei etwas Außergewöhnlichem an.
„Es war eine Überraschung“, sagt Lappinen. „Ich hatte nicht erwartet, dort tatsächlich einen Silberschatz zu finden. Ich hatte mich schon darauf eingestellt, dass es wieder nur Ramsch sein würde.“
1. Foto: Esko Tikkala – Lahti-Museen